Zur geschichtlichen Entwicklung

Nachdem die Feuerbestattung seit dem Edikt von Paderborn durch Karl den Großen als heidnischer Brauch angesehen wurde, erlebte sie in Gotha im 19. Jahrhundert eine neue Popularität. Ausgehend vom ersten deutschen Feuerbestattungsverein, welcher in Gotha gegründet wurde, vereinten sich viele Befürworter um die erste Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner. Gemeinsam schufen sie die Voraussetzungen, um die erste Kremationsanlage auf deutschem Boden, auf dem Friedhof 5 (heute der Hauptfriedhof zu Gotha) zu errichten. Stadtbaurat Julius Bertuch und Zivielingenieur Carl-Heinrich Stier waren maßgeblich mit der Errichtung betraut. Zivielingenieur Stier verstarb leider ein Jahr vor Fertigstellung, sodass sein testamentarischer Wille, als erster Mensch in Gotha feuerbestattet zu werden, neben der zwischenzeitlichen Erdbeisetzung und anschließenden Exhumierung, umgesetzt werden konnte. Just an seinem 1. Todestag fand die Inbetriebnahme der Kremationsanlage in Gotha, am 10.Dezember 1878, statt.
Nach der bereits nach ca. 50 Einäscherungen geschlossenen, 1876 eröffneten Kremationsanlage in Washington (Pennsylvania) handelt es sich bei der technischen Meisterleistung der Firma Siemens damals bis heute um die älteste, funktionstüchtige Kremationsanlage weltweit.

Bei Interesse können in den einzelnen Rubriken gern Ergänzungen vorgenommen werden, damit ein möglichst vollständiges Informationsportal für Kremationsanlagen entsteht. Hierzu per Email Kontakt aufnehmen mit: ronald.haering@bestattung-gotha.de ; entsprechendes Bildmaterial in ordentlicher Auflösung senden und die Freigabe zur Veröffentlichung erteilen. Vielen Dank.

Historische Fotos
Altarbild
Bertha von Suttner
Bertha von Suttner
Technisches Denkmal
Sammlung Presseartikel
Gothaische Zeitung 1878
Krematorien national
Krematorien international

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